Pilotergebnisse

Gemessen an 10 echten 8D-⁠Fällen.

Von Januar bis März 2026 haben acht slowenische Hersteller 10 echte 8D-⁠Fälle zweimal gelöst, zuerst auf dem üblichen Weg und dann mit SolveR. Problembeschreibung und Ursachenanalyse (D2 und D4) dauerten 36 Minuten statt 283, das ist 7,8-⁠mal schneller.

Die Studie ist im Tagungsband der 10. internationalen wissenschaftlichen Konferenz zur Entwicklung des Industrial Engineering erschienen, Novo mesto 2026, Seiten 77 bis 82.

Die drei Zahlen

Worauf jede Zahl beruht.

Bis zu 8×
Schneller zur Ursache
Gemessen

D2 und D4 dauerten 36 Minuten statt 283, 7,8x schneller, Durchschnitt aus 10 Fällen.

45%
Weniger verlorene Stunden
Berechnet

Ein kompletter 8D sinkt von 43,1 auf 22,5 Ingenieurstunden, 48% weniger, angegeben mit 45%. Gemessen wurden nur D2 und D4.

100%
Wissen bleibt erhalten
Prinzipbedingt

Jeder abgeschlossene Fall bleibt mit seinen Ursachen und Maßnahmen in Ihrer Wissensdatenbank.

Methode

Derselbe Fall, dieselben Ingenieure, eine Stoppuhr.

Wir haben 10 repräsentative 8D-⁠Fälle mit echten Fehlerdaten ausgewählt: Gussporosität, Schweißnahtfehler, fehlende Bauteile und unvollständige Montage. Dieselben Ingenieure lösten jeden Fall zweimal, zuerst manuell und dann mit SolveR. Gemessen haben wir die beiden Schritte, die am längsten dauern und am stärksten von Erfahrung abhängen: D2, die Problembeschreibung, und D4, die Ursachenanalyse.

Eine Ursachenanalyse zählte nur, wenn sie mindestens eine technische Ursache dafür nannte, warum der Fehler entstand, eine dafür, warum er nicht entdeckt wurde, und für beides je eine organisatorische Ursache, insgesamt also vier Ursachen. Qualifizierte Ingenieure prüften jeden Vorschlag, bevor er zählte.

  1. Echter 8D-⁠FallEchte Fehlerdaten vom Partner
  2. Manueller DurchlaufStoppuhr bei D2 und D4
  3. Durchlauf mit SolveRDerselbe Fall, dieselben Ingenieure
  4. PrüfungJeder Vorschlag von Ingenieuren geprüft
Durchschnittliche Zeit pro Fall, in Minuten
ManuellMit SolveRDünne Linie: schnellster und langsamster Fall

n = 10 Fälle bei 8 Herstellern. Quelle: Beitrag, Tabelle 2.

Zahlen als Tabelle anzeigen
SchrittManuellMit SolveRSchneller
D2 Problembeschreibung43,5 minSpanne: 27,0-⁠55,54,6 minSpanne: 3,7-⁠7,19,6x
D4 Ursachenanalyse239 minSpanne: 171-⁠29531,7 minSpanne: 21,4-⁠40,17,5x
D2 + D4 zusammen283 min36,3 min7,8x
Warum es schneller geht

Manuell wurde vor allem gesucht.

Die Ingenieure brauchten im Durchschnitt 47 Minuten pro Fall allein dafür, alte Berichte, Daten und Notizen zu finden, bevor die Analyse beginnen konnte, und auch während der Ursachenanalyse ging die Suche weiter. Sie öffneten PDF-⁠Dateien und alte Excel-⁠Tabellen und riefen Kollegen an. SolveR findet ähnliche frühere Fälle in Sekunden und schlägt mögliche Ursachen mit ihren Quellen vor. Welche Ursache tatsächlich zutrifft und welcher Test sie belegt, entscheiden die Ingenieure.

Qualitätsprüfung

VorgeschlagenVon den Ingenieuren beibehaltenTatsächliche Grundursache

SolveR schlägt pro Fall 8 bis 16 mögliche Ursachen vor. Die Ingenieure behielten 20 bis 30 Prozent davon, und in jedem bisherigen Test war die tatsächliche Grundursache unter den beibehaltenen.

Illustration: 12 vorgeschlagen, 3 beibehalten, die Grundursache darunter

Weniger verlorene Stunden

Woher die 45% kommen.

Eine veröffentlichte Zahl dazu, wie viele Ingenieurstunden ein 8D kostet, haben wir nicht gefunden, deshalb haben wir das Modell Schritt für Schritt aufgebaut. D2 und D4 sind Teamarbeit. Bei fünf Personen, dem unteren Ende eines üblichen 8D-⁠Teams, ergeben 283 Minuten 23,6 Ingenieurstunden. Mit SolveR ergeben 36 Minuten 3,0 Stunden. Die übrigen Schritte bleiben im Modell beim heutigen Aufwand, weil wir sie nicht gemessen haben. Ein kompletter 8D sinkt von 43,1 auf 22,5 Ingenieurstunden, 48% weniger. Wir nennen 45%, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

Ingenieurstunden pro 8D
GemessenSchätzungMit SolveR

48% weniger, wir nennen 45%

SchrittHeuteMit SolveR
D1 Team Nicht gezählt--
D2 + D4 Problem und Grundursache Gemessen23,6 h3,0 h
D3 Sofortmaßnahmen Schätzung3,0 h3,0 h
D5 Korrekturmaßnahmen Schätzung15,0 h15,0 h
D6 Validierung Schätzung0,5 h0,5 h
D7 Vorbeugung Schätzung1,0 h1,0 h
D8 Abschluss Nicht gezählt--
Gesamt43,1 h22,5 h

SolveR unterstützt auch D3 und D5 bis D8, doch das Modell rechnet dort keine Einsparung ein, weil wir sie nicht gemessen haben.

Was das für Ihr Team heißt: Ein 8D braucht 22,5 statt 43,1 Ingenieurstunden, also schließt dasselbe Team in denselben Stunden fast doppelt so viele Fälle ab (1,9x; beim genannten Wert von 45% 1,8x). Oder es schließt dieselben Fälle ab und steckt die Stunden in Prävention, Verbesserung und Entwicklung. Aus dem Modell berechnet, nicht gemessen.

Wissen bleibt erhalten

Der nächste Ingenieur macht dort weiter, wo der vorige aufhörte.

Bei einem der Pilotpartner, einem Tier-2-Zulieferer für CNC-Bearbeitung, suchte ein Team drei Monate lang nach der Ursache einer Maßabweichung. Dasselbe Problem war zwei Jahre zuvor in einem 8D-⁠Report dokumentiert worden. Der damalige Ingenieur hatte das Unternehmen verlassen, und die neuen Mitarbeiter wussten nicht, dass es den Report gab. In SolveR bleibt jeder abgeschlossene Fall mit seinen Ursachen, Maßnahmen und Nachweisen in Ihrer Wissensdatenbank, sodass er beim nächsten ähnlichen Fall gefunden wird. Das meinen wir mit 100% erhaltenem Wissen: Jeder abgeschlossene Fall bleibt auffindbar, auch wenn die Menschen, die ihn gelöst haben, nicht mehr im Unternehmen sind.

SolveRFall abgeschlossenWissensdatenbankNeuer Fall1 ähnlicherFall gefunden
  1. Fall abgeschlossen
  2. Wissensdatenbank
  3. Neuer Fall
  4. 1 ähnlicher Fall gefunden
Pilotstichprobe

Acht Hersteller, zehn echte Fälle.

slowenische Hersteller
8
Beschäftigte pro Unternehmen
70 bis 1.700
echte 8D-⁠Fälle
10
Pilotsitzungen
Jan.-⁠März 2026

Branchen

  • Tier-1- und Tier-2-Zulieferer der Automobilindustrie
  • Druckguss und CNC-Bearbeitung von Aluminium
  • Elektrotechnik
  • Kunststoffspritzguss
  • Maschinenbau

Fehler in den Fällen

  • Gussporosität
  • Schweißnahtfehler
  • Fehlende Bauteile
  • Unvollständige Montage

Die Namen der Pilotpartner veröffentlichen wir nicht. Sie haben die Ergebnisse geprüft und bestätigt.

Grenzen

Was diese Zahlen nicht zeigen.

  • Zehn Fälle zeigen eine klare Richtung. Für eine statistische Verallgemeinerung reichen sie nicht aus.
  • Der manuelle Durchlauf kam immer zuerst, daher kannten die Ingenieure den Fall im Durchlauf mit SolveR bereits. Das kann SolveR begünstigen.
  • Alle Partner sind in Slowenien; andere Länder waren nicht Teil des Pilots.
  • Gemessen wurden nur D2 und D4, an den 10 Pilotfällen. Rund 90 weitere Fälle wurden intern getestet; in den Zeiten sind sie nicht enthalten.
  • Der Autor der Studie ist Mitgründer von Galileon, dem Hersteller von SolveR, und gibt das im Beitrag an.
Quelle

Lesen Sie den vollständigen Beitrag.

Kalčič, M. (2026). Z umetno inteligenco podprt organizacijski spomin: Avtomatizacija inženiringa kakovosti in preprečevanje ponavljanja napak v proizvodnji [AI-⁠Powered Organizational Memory: Automating Quality Engineering and Preventing Defect Recurrence in Manufacturing]. In T. Perme, S. Muhič and L. Galič (eds.), Development of Industrial Engineering: Opportunities, Potentials and Challenges for Green Transition through the Use of Artificial Intelligence. Proceedings of Reviewed Papers of the 10th International Scientific Conference, Novo mesto, 14 May 2026, pp. 77-⁠82. Faculty of Industrial Engineering Novo mesto. ISBN 978-961-7097-15-3, COBISS.SI-ID 277670147.

Der Beitrag ist auf Slowenisch verfasst und hat eine englische Zusammenfassung. Er wurde am 14. Mai 2026 auf der Konferenz vorgestellt.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein 8D?

In unserem Pilot dauerten allein D2 und D4 manuell 283 Minuten pro Fall, mit der Stoppuhr gemessen, und mit SolveR 36 Minuten. Unser Modell setzt einen kompletten 8D heute mit 43,1 Ingenieurstunden an, mit SolveR mit 22,5. Bei einem komplexen 8D verteilt sich die manuelle Arbeit bis zur Grundursache oft auf mehrere einstündige Besprechungen über mehrere Tage; mit SolveR passt sie in eine Sitzung. Das meinen wir mit "Aus Tagen werden Stunden". Das ist unsere Erfahrung, keine Messung.

Welche 8D-⁠Schritte haben Sie gemessen?

D2, die Problembeschreibung, und D4, die Ursachenanalyse. SolveR führt auch durch die anderen Schritte und schreibt den Bericht, diese Schritte haben wir aber nicht gemessen, deshalb ist in den 45% dort keine Einsparung eingerechnet.

Brauchen wir für den Start alte 8D-⁠Reports?

Nein. SolveR funktioniert ab dem ersten Fall. Die Vorschläge werden besser, je größer Ihre Wissensdatenbank wird: Mit weniger als etwa 20 früheren Fällen fallen sie dünner aus, und eine brauchbare Basis haben Unternehmen meist schon nach einigen Wochen Nutzung.

Erzielen wir dieselben Ergebnisse?

Das hängt von Ihren Fällen ab und davon, wie verstreut Ihre Dokumente heute sind. Ein Pilot läuft mit Ihren eigenen Fällen, so messen Sie den Unterschied in Ihrem eigenen Werk.

Ist die Studie unabhängig?

Nein. Der Autor, Matej Kalčič, ist Mitgründer von Galileon und gibt das im Beitrag an. Die Pilotpartner haben die Ergebnisse geprüft und bestätigt, und der Beitrag ist als Fachbeitrag im Tagungsband begutachteter Beiträge der Konferenz erschienen.

Messen Sie es an Ihren eigenen Fällen.

In 30 Minuten zeigen wir SolveR an einem Fall wie Ihrem und vereinbaren, wie Sie den Unterschied in Ihrem Werk messen.